Delegiertenversammlung
IG Metall Nürnberg wählt neue Ortsvorstände

Am 30.09.2021 fand in der Eventhalle Gartenstadt die 5. Delegiertenversammlung der IG Metall Nürnberg statt. Neben dem regelmäßigen Bericht zur Lage der IG Metall wurden auch zwei neue Ortsvorstände gewählt.


In seinem Geschäftsbericht ging der 1. Bevollmächtige Andreas Weidemann auf die aktuellen Veränderungen und Herausforderungen in den Nürnberger Betrieben ein: Problematische Lieferketten, Kurzarbeit und fehlende Betriebsversammlungen erschweren es die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen. Auch die Diskussion über die Zukunft der Betriebe vor dem Hintergrund der Transformation lässt sich so schwer führen. Umso wichtiger sei es daher, jetzt jede Möglichkeit zu nutzen, um mit den Kolleginnen und Kollegen zu sprechen.
 

Nach der Bundestagswahl: jetzt einmischen!

Damit die Forderungen der IG Metall während der Koalitionsverhandlungen Gehör finden, wird bundesweit am 29. Oktober ein dezentraler Aktionstag stattfinden. Unter dem Motto „Deutschland muss Industrieland bleiben!“ gilt es für einen sozialen, ökologischen und demokratischen Wandel auf die Straße zu gehen. Die IG Metall Nürnberg plant dazu ebenfalls eine Aktion in der Südstadt.

Andreas Weidemann appellierte aber auch, sich in den Betrieben aktiv einzumischen und kommenden Betriebsratswahlen für die Forderungen der IG Metall zu nutzen.


Neue Gesichter im Ortsvorstand

Aus dem Ortsvorstand wurden Marcus Lahner (Siemens Moorenbrunn) und Gerald Eberwein (Siemens NMA) verabschiedet. Andreas Weidemann bedankte sich bei beiden für ihren langen Einsatz für die IG Metall. Marcus Lahner hatte in den letzten drei Jahren die Jungend im Ortsvorstand vertreten und musste wegen beruflichen Gründen sein Amt niederlegen.

Delegiertenversammlung Nürnberg Lahner

Marcus Lahner vertrat 3 Jahre die IG Metall Jugend Nürnberg im Ortsvorstand. Foto: IG Metall Nürnberg

Mit Beginn seiner Rente legte Gerald Eberwein nun auch sein letztes gewerkschaftliches Ehrenamt nieder. Andreas Weidemann betonte, dass er nicht viele gewerkschaftliche Laufbahn kennt, wie sie Gerald Eberwein hingelegt hat. In fast 50 Jahren hat er fast alle ehrenamtlichen Ämter, die die IG Metall zu bieten hat, durchlaufen. Als junger Betriebsratsvorsitzender war er Teil der Streikleitung 1995 und hat seitdem für seine Belegschaft die vielfältigen Umbrüche bei Siemens erfolgreich gestaltet.

Andreas Weidemann bedankte sich dafür, das Gerald Eberwein Großteil seines Lebens für die IG Metall eingesetzt hat und wünschte ihm viel Spaß und Freude für seinen nächsten Lebensabschnitt. Bewegt nahm Gerald Eberwein Abschied von seiner letzten Delegiertenversammlung. Es sei immer eine Stärke der IG Metall Nürnberg gewesen trotz kontroverser Diskussion nach außen als Einheit aufzutreten, so Eberwein. Mit seinen abschließenden Worten: „Bewahrt die Einheit“ verabschiedeten auch die Delegierten ihn mit stehenden Applaus.

Die Delegiertenversammlung wählte für die Jugend Frederik Reichel (Vitesco Technologies) und Kerstin Donn (Siemens NMA) in den Ortsvorstand.  Kerstin Donn hatte bereits zuvor den Vorsitz des Betriebsrats bei Siemens NMA von Gerald Eberwein übernommen.

Delegiertenversammlung Nuernberg Eberwein

„Bewahrt die Einheit!“ -nach 50 Jahren legt Gerald Eberwein sein letztes Amt nieder und geht in Rente. Foto: IG Metall Nürnberg

 

Das lebberd sich zam

Zu Gast auf der Delegiertenversammlung war auch Dr. Sandra Siebenhüter vom Transformationsteam im Bezirk Bayern. Die Transformation ist in fast allen Betrieben im vollem Gang, aber oft wird sie nicht als solche bemerkt. Daher verlangen diese aktuellen Herausforderungen auch neue Arbeitsweisen im Betriebsrat damit auch Betriebsräte von Getriebenen zu Gestaltern der Transformation werden um diese im Sinne der Beschäftigten mitzugestalten.

Es sei wichtig die Beschäftigten miteinzubinden, sich einen Überblick über die Vorhaben im Betrieb zu verschaffen um zu erkennen wie die Belegschaften für diese Herausforderungen qualifiziert werden können. Es ist wichtig sich aktiv einzumischen, wenn man die Zukunft im Sinne der Beschäftigten gestalten will.

 

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