Tarifrunde Metall und Elektroindustrie
Über 10.000 warnstreiken in Nürnberg - bisher größter Warnstreiktag

Die IG Metall unterstreicht ihre Forderungen! Am bisher stärksten Warnstreiktag beteiligen sich in Nürnberg und im Nürnberger Land über 10.000 Beschäftigte am Warnstreik! Livestream für Homeoffice Beschäftigte.


Ab 12 Uhr war in vielen Betrieben am 11. März Schluss. Die Kolleginnen und Kollegen haben ihre Arbeit vorzeitig verlassen und sind damit dem Warnstreikaufruf der IG Metall Nürnberg gefolgt. Diese hatte die Beschäftigten der Betriebe der Metall- und Elektroindustrie zum Warnstreik als Frühschluss aufgerufen. Bis zum 12. März sind über 10.000 Beschäftigte dem Aufruf gefolgt.

Ein deutliches Zeichen an die Arbeitgeber, haben sie die IG Metall in der letzten Verhandlung noch als "hilflos" bezeichnet. Die Beschäftigten wollen sichere Arbeitsplätze, verlässliche Zukunftsperspektiven und faire Entgelte. IG Metall Bezirksleiter Johann Horn sendet eine deutliche Botschaft an den vbm: „Wir stehen zusammen, damit wir die Arbeitgeber endlich bewegen. Treibt mit uns keine Spielchen in der Corona-Krise! Wir erwarten Respekt und Anerkennung für die Leistung und Loyalität der Beschäftigten.“


Warnstreik? Geht auch im Homeoffice!

Neben dem Frühschluss organisierte die IG Metall einen Livestream für alle Beschäftigte in Office und Homeoffice, damit diese sich am Warnstreik beteiligen können. Mit Erfolg: insgesamt haben sich rund 400 Kolleginnen und Kollegen den Youtube-Livestream angeschaut! Einer Umfrage während der Sendung zufolge haben bisher 45 % der Zuschauerinnen und Zuschauer wenig oder noch gar nicht an einem Warnstreik teilgenommen. Wir freuen uns, dass ihr diesmal dabei gewesen seid! Wir sehen uns wieder!

Der erste Warnstreiktag der IG Metall Nürnberg hat gezeigt, was Solidarität erreichen kann. Die IG Metall ist durchsetzungsfähig. Solange die Arbeitgeber sich nicht mit konstruktiven Vorschlägen an den Tarifverhandlungen beteiligen, sind weitere Warnstreiktage wahrscheinlich.

Warnstreik im Homeoffice
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