MAN Tarifvertrag sichert Zukunft
Zukunftsperspektive für das MAN Motorenwerk steht.

Massiver Protest verhindert betriebsbedingte Kündigungen. Der angekündigte Personalabbau um ein Drittel der Belegschaft ist vom Tisch. Ein neues Wasserstoff-Kompetenzzentrum eröffnet Perspektiven für die Zukunft. Ein Erfolg für Betriebsrat, Vertrauensleute und IG Metall.


Seit September 2020 war die Zukunft der Beschäftigten im MAN Motorenwerk in Nürnberg ungewiss. Damals verkündete der MAN Vorstand den Abbau von rund 1300 Arbeitsplätzen. Dass sie es mit ihrer Ankündigung ernst meinten, unterstrich die MAN Führung mit der außerordentlichen Kündigung der Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung, die betriebsbedingte Kündigungen ausschloss.


Erfolg in den Tarifverhandlungen

Mit massiven Protesten unterstützten die Beschäftigten Betriebsrat und IG Metall bei den hart geführten Verhandlungen. Mit Erfolg! Seit Ende Januar gibt es eine Eckpunktevereinbarung. Diese sieht vor, dass mindesten 3100 Stammarbeitsplätze plus Ausbildungsstellen am Standort Nürnberg verbleiben. Der Abbau von knapp 400 Stellen wird sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt. Um dies zu erreichen, gibt es eine attraktive Altersteilzeit, die Möglichkeit für einen freiwilligen Wechsel in eine Beschäftigungsgesellschaft, ein Wechsel innerhalb des VW Konzerns oder ein gut dotiertes Abfindungsangebot.


Wasserstoff-Kompetenzzentrum sichert Beschäftigung

Gleichzeitig wird der Nürnberger Standort für die Entwicklung neuer Antriebstechnologien zuständig sein. Ob Batterietechnik, Wasserstoffmotoren oder Brennstoffzellen, das neue Kompetenzzentrum soll die nächste Antriebsgeneration entwickeln und produzieren. So werden langfristig die Arbeitsplätze vor Ort gesichert.

Andreas Weidemann, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Nürnberg:
„Die Einigung bietet den Beschäftigten eine Zukunftsperspektive bei der MAN. Geschlossen hat die Belegschaft beim MAN Aktionstag und der IG Metall Menschenkette gezeigt, dass sie hinter ihrem Werk stehen und gemeinsam mit ihrem Betriebsrat und der IG Metall an einem Strang ziehen. Das starke Zeichen der Beschäftigten hat die Einigung erst möglich gemacht. Jetzt geht es darum, die vereinbarten Eckpunkte in Tarifverträgen und Vereinbarungen zu konkretisieren.“

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